Musiklexikon

Das Online-Musiklexikon enthält Erklärungen für viele Musik-Fachbegriffe und Musik-Abkürzungen mit zahlreichen Abbildungen, Beispielen und Querverweisen (Links). Der Schwerpunkt liegt derzeit noch auf dem Bereich Musiktheorie. Wir arbeiten aber kontinuierlich daran auch andere Bereiche abzudecken.

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Begriff Definition
Modalnotation

System zur Notation mehrstimmiger Musik, die in Europa vom 12. bis Anfang des 13. Jahrhunderts verbreitet war.

moderato

(ital.) Tempo: gemäßigt

BPM ca. 108 - 120

Moll-Tonleiter

Eine Moll-Tonleiter ist aus insgesamt 8 Tönen (= Oktave) aufgebaut und besteht aus fünf Ganzton- und zwei Halbtonschritten. Die Halbtonschritte liegen zwischen dem 2. und 3. sowie dem 5. und 6. Ton (Stufe). Diese Moll-Tonart wird als natürliche Moll-Tonart bezeichnet. Zum Vergleich: bei einer Dur-Tonleiter liegen die Halbtonschritte zwischen dem 3. und 4. sowie dem 7. und 8. Ton.

Die o.g. Moll-Tonart wird als natürliches Moll (auch „reines Moll“, „äolisch“ oder „Naturmoll“) bezeichnet.

Harmonisches Moll

Um die aus der Dur-Tonleiter bekannte Leitton-Wirkung (Halbtonschritt zwischen der Stufe 7 und 8) auch in Moll zu erreichen, die siebte Stufe um einen Halbton erhöht. Damit ergibt sich allerdings ein Eineinhalbtonschritt zwischen der 6. und 7. Stufe, der schwer zu singen ist.

Melodisches Moll

Um diesen großen Schritt zwischen der 6. und 7. Stufe wiederum zu vermeiden, wird bei dem melodischen Moll zusätzlich beim Aufwärtsgehen die 6. Stufe erhöht. Beim Abwärtsgehen wird das natürliche Moll verwendet, so dass die beiden Erhöhungen entfallen.

Vergleich der Moll-Tonleitern:

Natürliches Moll:         A, H, C, D, E, F, G, A.

Harmonisches Moll:    A, H, C, D, E, F, Gis, A

Melodisches Moll:      A, H, C, D, E, Fis, Gis, A

Zu jeder Moll-Tonleiter gibt es eine parallele Dur-Tonleiter (Durparallele), welche die selben Töne verwendet und die gleichen Vorzeichen hat, nur dass diese kleine Terz höher beginnt. Beispiel: A-Moll - Durparallele = C-Dur

molto

(ital.) sehr; viel

molto largo

ital.: sehr langsam

Monodie

Ein Anfang des 17. Jahrhunderts entstandener Musikstil mit Solostimme (z.B. Gesang) und Akkord-Begleitung (meist durch Instrumente). Der Begriff stamm aus der griechischen Sprache (= Einzelgesang).

mor.

(ital.) Abkürzung für morendo = erstrebend; verhallend

morendo

(ital.) strebend; verhallend (Artikulation)

mosso

(ital.) bewegt

Motette

Mehrstimmige Vokalmusik (Chor) auf der Basis biblischer Texte.

Motif

Ein Motif ist eine charakteristische Tonfolge oder Melodie, die meist in Variationen in einem Musikstück mehrfach vorkommt.

Synonyme - Motiv
Motiv

Kleinste, musikalisch sinnvolle Einheit bestehend aus Tonfolge, Harmonie(n) und/oder Rhythmus.

mp

(ital.) Abkürzung für mezzopiano = halbleise (Dynamikbezeichnung)

MPE

Abkürzung für: MIDI Polyphonic Expression

Dies ist eine in 2018 vorgestellte Erweiterung des MIDI-Standards, der angeschlossenen Musikinstrumenten erweiterte Eingabemöglichkeiten bietet.

Synonyme - MIDI MPE
Musette

1) alter französicher Tanz (Barock) meist mit Musette de Cour (franz. Version des Dudelsacks) gespielt

2) französicher Volkstanz (Walzer) ab dem 19. Jahrhundert im 3/4 Takt meist mit Akkordeon gespielt

3) Musette de Cour = Musikinstrument (franz. Version des Dudelsacks)

musica sacra

lat.: Sakralmusik, Kirchenmusik

musikalische Gestaltungsmittel
Komponisten aber auch Arrangeueren stehen eine Reihe von musikalischen Gestaltungsmitteln zur Verfügung mit deren Hilfe sie individuelle Werke schaffen können. Die wichtigsten musikalischen Gestaltungsmittel sind: Besetzung, Melodik, Harmonik, Rhythmik, Metrik, Tempo, Phrasierung, Artikulierung, Ornamentik, Kadenz oder Periodik.
Musikepochen

Die Musik hat sich wie alle anderen Kunstformen über die Jahrhunderte stark verändert und weiterentwickelt. Es lassen sich dabei verschiedene Zeitabschnitte (Epochen) mit Gemeinsamkeiten hinsichtlich der vorhandenen Musikstile identifizieren.

Zeitraum Epoche Musikstile Komponisten
8. bis 15. Jahrhundert Mittelalter Gregorianischer Gesang,
Entwicklung mehrstimmiger Musik
Philippe de Vitry,
Francesco Landini
15. und 16. Jahrhundert Renaissance Entwicklung des vierstimmigen Chorsatzes Orlando di Lasso,
Giovanni Gabrieli, Giovanni Palestrina
ca. 1600 bis 1750 Barock Einführung des Generalbasses, Kammermusik
Innovationen im Instrumentenbaus und Notendruck

Johann Sebastian Bach,
Georg Friedrich Händel,
Antonio Vivaldi,
Georg P. Telemann, Henry Purcell

ca. 1750 bis 1820 Klassik Zeit der Wiener Klassik, Konzertmusik Joseph Haydn,
Wolfgang Amadeus Mozart,
Ludwig van Beethoven,
ca. 1820 bis 1900 Romantik romantische Oper, Sinfonien

Franz Schubert,
Johannes Brahms,
Anton Bruckner,
Richard Wagner,
Robert Schuhmann, Edvard Grieg, Guiseppe Verdi, Franz Liszt, Frederic Chopin

ab ca. 1900 Neuzeit / Moderne Entwicklung vielfältiger und
unterschiedlichster Musikstile

Igor Stravinsky,
Paul Hindemith,
Arnold Schönberg,
Claude Debussy,
Bela Bartok, Leonard Berstein, Carl Orff

Musikinstrumente

Musikinstrumente lassen sich nach unterschiedlichsten Kriterien klassifizieren, wie z.B. nach der geografischen Herkunft, der Art der Tonerzeugung oder der Musikrichtung.

Eine weit verbreitete Klassifikation ist z.B. nach der Art der Nutzung durch den Spieler (nachfolgend mit einigen Beispielen):

Blasinstrumente

          Holzblasinstrumente: Flöte, Querflöte, Klarinette, Oboe, Fagott, Saxophon

          Blechblasinstrumente: Trompete, Flügelhorn, Horn, Posaune, Tenorhorn, Bariton, Tuba

Schlaginstrumente:  Triangel, Trommel, Becken, Pauke, Xylophon, Glockenspiel, Vibrafon

Streichinstrumente:  Violine/Geige, Viola/Bratsche, Cello, Kontrabass

Saiteninstrumente, Zupfinstrumente: Gitarre, Harfe, Manoline, E-Bass, Zither, Hckbrett

Tasteninstrumente: Klavier, Cembalo, Orgel, Keyboard, E-Piano, Synthesizer, Akkordeon, Diatonische Harmonika

 

Eine andere Art der Klassifizierung ist nach der Art der Tonerzeugung. Diese geht auf Erich Maria von Hernbostel und Kurt Sachs von 1914 zurück: 

Aerophone (Luftklinger): Die Klangerzeugung erfolgt durch eine schwingende Luftsäule, Beispiel: Blasinstrumente wie Flöte, Trompete,...

Chordophone (Saitenklinger): Die Klangerzeugung erfolgt durch eine schwingende Saite, Beispiel: Geige, Gitarre, Klavier,...

Elektrophone (Stromklinger): Die Klangerzeugung erfolgt mit Hilfe von Strom, Beispiel: Synthesizer, Keyboard,...

Idiophone (Selbstklinger): Die Klangerzeugung erfolgt über die Eigenschwingung eines Körpers, Beispiel: Xylophon, Triangel,...

Membraphone (Fellklinger):  Die Klangerzeugung erfolgt mit Hilfe eines Fells, Beispiel: Trommel, Pauke,...

 

Eine sehr umfangreiche Liste von Musikinstrumenten findet sich bei z.B. Wikipedia.

 

N-Tolen

siehe Triole.