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Begriff Definition
vivace

(ital.) lebhaft

vivacissimo

(ital.) sehr lebhaft (Artikulation)

vivo

(ital.) lebhaft; lebendig

volti

(ital.) das Notenblatt wenden

volti subito

(ital.) schnell umwenden; schnell umblättern (Noten)

Vorzeichen

Vorzeichen stehen am Anfang eines Musikstücks oder einer Notenzeile und bewirken eine Erhöhung oder Erniedrigung eines Stammtones. Es gibt die  Versetzungszeichen: ♯ (Kreuz), ♭ (B), x (Doppelkreuz) und ♭♭ (Doppel-B). Ein Kreuz erhöht einen Ton um einen Halbton und dem Tonnamen wird die Silbe "is" angehängt. Ein ♭ erniedrigt den Stammton um einen halben Ton und dem Tonnamen wird die Silbe "es" angehängt. Ein Vorzeichen gilt für den entsprechenden Ton in allen Oktavlagen und innerhalb des gesamten Musikstücks.

Beispiele:

♯c = cis

♭c = ces

Bei Doppelkreuz bzw. Doppel-B (♭♭) wird der Ton um einen ganzen Ton erhöht bzw. erniedrigt und die Endsilbe doppelt angehängt, also isis bzw. eses. Beispiel: ♭♭c = ceses

Ausnahmen:

Ein erniedrigtes H wird zu einem B, ein erniedrigtes E zu einem Es, ein erniedrigtes A zu einem As.

Achtung:

Es ist zu unterscheiden zwischen Vorzeichen (steht am Anfang der Notenzeile vor der Taktart und gilt für das gesamte Musikstück) und Versetzungszeichen (steht im jeweiligen Takt und gilt nur dort).

 

Reihenfolge der Vorzeichen

Die Vorzeichen haben eine festgelegte Reihenfolge, die sich dem Quintenzirkel entnehmen lässt:

Kreuz: Fis, Cis, Gis, Dis, Ais, Eis und His

b: B, Es, As, Des, Ges, Ces und Fes

Die Vorzeichen haben außerdem am Anfang des Musikstück festgelegte Positionen, so dass sich immer das gleiche Vorzeichenbild ergibt:

alleB

alleKreuze

 

vuoto

(ital.) Generalpause

Wechselnote

Ein vom Akkord- oder Melodieton wechselnder, meist harmoniefremder Ton.

Wiederholungszeichen

Das Wiederholungszeichen (in Form eines Doppelpunktes in den Notenlinien) gibt an, dass dieser Teil des Musikstücks wiederholt werden soll. Oftmals steht das Wiederholungszeichen in Kombination mit einer Klammer, die angibt, dass bei der ersten Wiederholung ein erster Teil (Haus 1) und bei der zweiten Wiederholg ein zweiter Teil (Haus 2) gespielt werden soll.

Wiederholung

Darüber hinaus gibt es auch Wiederholungen durch Angaben wie D.C. = Da Capo (von Anfang an) oder D.S. = Dal Segno = vom Takt mit D.S. zum Takt mit dem Zeichen springen.

Zäsur

Einschnitt in einer Tonfolge. Dient als Stilmittel oder als Atempause. In der Regel wird die vorhergehende Note etwas gekürzt, um das Tempo des Stückes nicht zu beeinflussen. Wird durch einen kurzen Doppelstrich " auf der obersten Notenlinie angezeigt.

Zigeunertonleiter

Zigeunertonleitern sind durch zwei übermäßige Sekundschritte gekennzeichnet. Man unterscheidet zwischen Zigeuner-Dur und Zigeuner-Moll. Diese Tonleitern werden unter anderem in der Musik der Roma und Sinti verwendet, deshalb auch die Bezeichnung Zigeunertonleiter.

Bei der Zigeuner-Moll-Tonleiter (auch ungarische Tonleiter genannt) enthält zusätzlich zur normalen harmonischen Moll-Tonleiter eine weitere Erhöhung der vierten Stufe. Dadurch ergeben sich zwei übermäßige Sekunden zwischen der 3. und 4. sowie der 6. und 7. Stufe.

Die Zigeuner-Dur-Tonleiter (auch arabische Tonleiter genannt) ist symmetrisch aufgebaut und besitzt ebenfalls zwei übermäßige Sekunden zwischen der 2. und 3. sowie der 6. und 7. Stufe.

Beide Tonleitern haben durch die zwei übermäßigen Sekunden eine orientalische Klangcharakteristik.

Beispiel:

C-Zigeuner-Dur:  C, Des, E, F, G, As, H, C

C-Zigeuner-Moll: C, D, Es, Fis, G, As, H, C

 

Zimbal

Andere Bezeichnung für Hackbrett (vorwiegend in Osteuropa verwendet).

Synonyme - Cimbalom, Cymbalom
Zusammengesetzte Takte

Bei zusammengesetzten Takten enthält das Musikstück Takte, die auf unterschiedlichen Grundtakten basieren (z.B. 4/4 und 2/4 oder 2/8 und 3/8).

Siehe auch Taktarten

Zyklus

Ein aus mehreren Musikstücken mit thematischem Zusammenhang bestehendes Werk.

AGMÖ

Arbeitsgemeinschaft der Musikerzieher Österreichs (Abkürzung)

Link: www.agmoe.at