Musiklexikon

Das Online-Musiklexikon enthält Erklärungen für viele Musik-Fachbegriffe und Musik-Abkürzungen mit zahlreichen Abbildungen, Beispielen und Querverweisen (Links). Der Schwerpunkt liegt derzeit noch auf dem Bereich Musiktheorie. Wir arbeiten aber kontinuierlich daran auch andere Bereiche abzudecken.

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Begriff Definition
Tessitur

Bereich des Stimmumfanges, der beim Gesang nutzbar ist d.h. diese Töne müssen klangschön und in der notwendigen Lautstärke erzeugbar sein. Der physisch mögliche Stimmumfang ist dagegen deutlich größer als die Tessitur.

Synonyme - tessitura
Tetrachord

Eine Tonleiter lässt sich in zwei Tetrachorde (= vier Töne) unterteilen. Siehe Tonleiter.

Timbre

Bezeichnung für die Klangfarbe. Diese hängt von der Klangzusammensetzung z.B. Gund- und Obertöne ab. Siehe auch Oberton.

timoroso

ital.: ängstlich, zögerlich

Toccata

Alte Bezeichnung für Instrumentalstücke besonders für Tasteninstrumente und Laute. Es setzt sich aus Akkorden und schnellen Läufen zusammen.

Der Begriff Toccata kommt vom italisenische Wort toccare = schlagen.

Tombak

Eine Messinglegierung mit hohem Kupfergehalt (min. 67-70%) und Zink, die zur Herstellung von Blasinstrumenten genutzt wird. Wird auch als Goldmessing bezeichnet.

Synonyme - Goldmessing
Ton - Klang - Geräusch - Knall

In der Akustik wird zwischen Ton, Klang, Geräusch und Knall unterschieden. 

Ein Ton ist eine gleichmäßige reine Sinusschwingung, deren wichtigste Eigenschaften die Tonhöhe (Messgröße = Frequenz in Hertz, Abkürzung: Hz) und die Tonstärke (Lautstärke, Höhe der Amplitude; Messgröße = Phon oder dB) sind. Ein hoher leiser Ton hat eine hohe Frequenz und eine niedrige Amplitude, ein lauter tiefer Ton dagegen eine hohe Amplitude und eine niedrige Frequenz. Ein einzelner Ton eines Musikinstruments oder eines Sängers besteht allerdings nicht aus einer einzigen reinen Sinusschwingung, sondern enthält auch verschiedene Obertöne (ganzzahlige Vielfache der Grundschwingung d.h. Grundton plus zweifachem, dreifachem, vierfachem,... Grundton mit unterschiedlichen Lautstärken). Diese ganzzahligen Vielfachen des Grundtons werden auch als harmonische Obertöne, Partialtöne oder Teiltöne bezeichnet. Dieses Tongemisch versteht der Musiker als Ton, der Akustiker dagegen als Klang. Durch die Mischung von Grundton und Obertönen in unterschiedlichen Lautstärken (meist abnehmende Lautstärke mit zunehmnder Tonhöhe) ergibt sich der charakteristische Klang (Klangfarbe) von Musikinstrumenten und Stimmen.

Unter einem Klang versteht man das gleichzeitige Zusammenklingen von zwei oder mehreren (reinen) Tönen.

Ein Geräusch ist ein uneinheitliches, wechselndes Gemisch aus verschiedenen Tönen z.B. Rauschen

Ein Knall entspricht einen sehr kurzen starken Hörempfinden z.B. Peitschenknall.

Synonyme - Töne,Klänge,Geräusche
Tona

Toná ist eine alte traditionelle andalusische Gesangsform, die in Spanien im 17. bis 19. Jahrhundert verbreitet war.

Tonalität

Beziehung zwischen Tönen, Klängen und Akkorden z.B. in Bezug auf einen Grundton

Tonart

Bei der Tonart ist zunächst zwischen dem Tongeschlecht (Dur oder Moll) zu unterscheiden. Der zweite Schritt ist der Anfangs- oder Grundton. Darauf lässt sich dann die Tonleiter für die jeweilige Tonart aufbauen. Kennzeichnend für jede Tonart ist die Anzahl und Art der Vorzeichen.

Beispiele für Tonarten: C-Dur, A-Moll, F-Dur

Siehe auch Tonleiter und Quintenzirkel.

Tonika
erster Ton einer Tonleiter; auch Grundton genannt
Tonleiter

Eine Tonleiter (Skala) ist eine Reihe von Tönen, die nach ihrer Tonhöhe geordnet sind. Eine der in der westlichen Musik gebräuchlichsten Tonleitern ist die Dur-Tonleiter. Diese ist aus insgesamt 8 Tönen (= Oktave) aufgebaut und besteht aus fünf Ganzton- und zwei Halbtonschritten. Die Halbtonschritte liegen zwischen dem 3. und 4. sowie dem 7. und 8. Ton. Die Tonleiter wird nach dem ersten Ton (= Grundton bzw. Tonika) benannt und lässt sich in zwei Vierergruppen (= Tetrachorde) gliedern. Der siebte Ton wird auch Leitton genannt, da er zum Grundton führt.

Beispiel C-Dur-Tonleiter:

Die Tonfolge einer C-Dur Tonleiter ist: C-D-E-F-G-A-H-C. Diese Töne entsprechen den weißen Tasten eines Klaviers. Beginnt die Tonleiter mit einem anderen Ton als C, dann müssen die Halbtonschritte mit Hilfe von Versetzungszeichen an die richtigen Positionen zwischen dem 3. und 4. sowie dem 7. und 8. Ton verschoben werden.

Beispiel: F-Dur-Tonleiter. Diese beginnt mit dem Ton F und hat die Tonfolge F-G-A-B-C-D-E-F. Um den Halbtonschritt zwischen dem 3. und 4. Ton zu erhalten, muss der Ton H um einen Halbton erniedrigt werden und wird zum B. Gleichzeitig wird der ursprüngliche Halbtonschritt zwischen dem H und C auf einen Ganztonschritt erweitert. Der Halbtonschritt zwischen dem 7. und 8. Ton ist bereits vorhanden, da zwischen dem E und F immer ein Abstand von einem Halbton vorliegt. Damit reicht bei F-Dur ein einziges Versetzungszeichen aus (= B). Für die Tonart G-Dur wird  beispielsweise ein Kreuz (Fis) und für A-Dur werden drei Kreuze (Fis, Cis und Gis) benötigt.

Moll-Tonleiter

Bei den Moll-Tonleitern liegen die Halbtonschritte zwischen anderen Tonstufen. Es gibt mehrere Arten von Moll-Tonleitern. Siehe gesonderten Eintrag Moll-Tonleiter.

Die Tonleiter-Stufen

Die einzelnen Töne einer Tonleiter werden auch als Stufen bezeichnet und mit den römischen Ziffern I bis VII durchnummeriert. Die Stufen haben folgende Namen:

1. Stufe = Tonika
2. Stufe = Subdominanten-Parallele
3. Stufe = Dominanten-Parallele
4. Stufe = Subdominante
5. Stufe = Dominante
6. Stufe = Tonika-Parallele
7. Stufe = Leitton
(8. Stufe = Tonika)

 

Synonyme - Skala
tonus

lat.: Ganzton, große Sekunde

tr

Abkürzung für Triller

Siehe Triller

tranquillo

(ital.) ruhig

Transkription

Unter Transkription versteht man die Übertragung eines Musikstücks in eine andere Besetzung z.B. eines Stücks für ein Sinfonieorchester in ein Stück für ein Blasorchester. Im Gegensatz zur Bearbeitung eines Musikstücks bleibt die Transkription möglichst nah am musikalischen Original.

Die Tätigkeit der Transkription wird als transkribieren bezeichnet.

transponieren

Ein Musikstück in eine andere Tonart übertragen.

transponierendes Instrument

Ein transponierendes Instrument spielt einen anderen Ton, als der der gegriffen wurde bzw. in den Noten steht. Meist sind Blasinstrumente transponierend. So spielt beispielsweise eine B-Trompete oder eine B-Klarinette ein klingendes B, wenn ein C gegriffen wird. Diese Instrumente spielen damit immer einen um einen Ganzton zu tief klingenden Ton. Spielt ein solches Instrument mit anderen nicht transponierenden Instrumenten zusammen ein Musikstück in C-Dur, so müssen die Noten für das B-Instrument zuvor um einen Ganzton höher gesetzt (d.h. in D-Dur transponiert) werden.

Es gibt auch Instrumente, die in Es oder F gestimmt sind, wie z.B. Es-Klarinette oder F-Tuba. Ein Klavier ist dagegen auf C gestimmt.

Diese Grundstimmung auf einen anderen Ton hat hauptsächlich historische Gründe und macht das Zusammenspiel unterschiedlicher Instrumente in einem Orchester etwas komplizerter. Die Noten für die einzelnen Instrumente sind in der Regel aber bereits auf die jeweiligen Instrumente abgestimmt und in der jeweils passenden Tonart, so dass es beim Zusammenspiel keine Probleme gibt.

Transposition

Unter Transposition versteht man das Umschreiben einer Melodie oder Tonfolge in eine andere Tonart, also das Erhöhen bzw. Erniedrigen aller Töne um ein bestimmtes Intervall.

Beispiel: Beim transponieren eines Lieds von C-Dur nach F-Dur werden alle Töne eine reine Quarte hoch gesetzt. 

Synonyme - transponieren
tre

(ital.) drei