Musiklexikon

Das Online-Musiklexikon enthält Erklärungen für viele Musik-Fachbegriffe und Musik-Abkürzungen mit zahlreichen Abbildungen, Beispielen und Querverweisen (Links). Der Schwerpunkt liegt derzeit noch auf dem Bereich Musiktheorie. Wir arbeiten aber kontinuierlich daran auch andere Bereiche abzudecken.

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Begriff Definition
Obermediante

siehe Mediante

Oberton

Musikinstrumente obder auch die enschliche Stimme erzeugen in der Regel Töne nicht aus einer einzigen reinen Frequenz, sondern erzeugen eine Mischung aus einem Grundton und Oberschwingungen. Oberschwingungen (Obertöne) sind ganzzahlige Vielfache der Grundfrequenz. Die Zusammensetzung dieser Frequenzmischung macht den charakteristischen Klang des Instruments bzw. der Stimme aus.

Beispiel: Wird als Grundton der Kammerton a' mit 440 Hz gespielt, dann erklingen auch die entsprechenden Obertöne, also 2 x 440 Hz = 880 Hz, 3 x 440 Hz = 1320 Hz, 4 x 440 Hz... Wird ein Ton um eine Okatve höher/tiefer gespielt, bedeutet dies, dass sich die Frequenz verdoppelt bzw. halbiert. Beispiel: Kammerton a'= 440 Hz tiefer: a = 220 Hz, A = 110 Hz,... höher: a'' = 880 Hz, a''' = 1760 Hz,...

obligat

(ital.) verpflichtend
= diese Stimme darf nicht weggelassen werden

Gegenteil: ad lib. (ad libitum = nach belieben)

Oktave

Intervall aus acht Schritten also beispielsweise von c auf c'. Der Tonumfang von Instrumenten wird meist in der Anzahl von Oktaven angegeben.

oktavieren

Eine oder mehrere Oktave(n) höher oder tiefer spielen.

Oktavierungsschlüssel

Steht über oder unter einem Notenschlüssel (z.B. Violinschlüssel, Bassschlüssel,...) eine kleine 8, so bedeutet dies, dass die folgenden Noten um eine Oktave höher (die 8 steht über dem Schlüssel) oder tiefer (die 8 steht unter dem Schlüssel) klingen sollen.

Oktett

Gruppe von acht Musikern oder ein Musikstück für acht Musiker/Stimmen

opera buffa

ital.: komische Oper

opera sera

ital.: ernste Oper

Opus

Werk (lat.)

Mit der Opuszahl werden die Werke eines Künstlers durchnummeriert um eine einfachere Identifikation der Werke zu ermöglichen. Opus wird dabei meist mit op. abgekürzt.

Oratorium

Dramatische, mehrteilige Vertonung einer meist geistlichen Handlung. Im Gegensatz zu einer Oper erfolgt die Aufführung rein konzertant d.h. nur Instrumentalmusik und Gesang/Text aber ohne szenischen Handlungen, Bühnenbild und Kostüme.

Der Begriff leitet sich von den lateinischen Begriffen "orare" (dt.: beten) und oratorium (dt.: Gebetssaal) ab.

Ornamentik

Verzierungen zum Ausschmücken von Melodien. Hierzu gehören z.B. Vorschlag, Nachschlag, Triller, Schleifer, Mordent,...

Ossia

(ital.) oder auch

= damit wird eine Spielvariante bezeichnet, die in Form von kleineren Noten über oder unter dem Notensystem dargestellt wird.

Synonyme - o sia
Ostinato

1) (ital.) beharrlich, hartnäckig

2) Eine sich konstant wiederholende musikalische Figur (z.B. Melodie, Rhythmus oder ein anderes musikalisches Element).

ottava alta

(ital.) eine Oktave höher als notiert

ottava bassa

(ital.) eine Oktave tiefer als notiert

Synonyme - bassa ottava
Ouvertüre

Einleitung bzw. Einführung zu einem größeren Musikwerk (z.B. Oper, Balett,...). Meist in Form von Instrumentalmusik.

Synonyme - ouverture
Overtüre

Ein Instrumentalwerk, das zur Einleitung eines größeren Musikwerks, wie einer Oper, Operette, Balett oder eines Konzerts gespielt wird. Besteht meist nur aus einem Satz. Der Begriff kommt vom französischen Wort "ouverture" = Eröffnung.